Vespa-Oldtimertreffen in Wilhelmsburg
bei Bärbel und Manni Henning am 5./6. Sept. 2009
Manni und Bärbel hatten eingeladen und viele kamen:
Udo und Uschi Nehls, Herbert und Brigitte Schwarz, Heinz und Inge Eder, Jürgen Schwarz, Karl und Angelika Pfeiffer aus Karlsruhe (Sie waren nach der Nord-/Ostsee-Tour noch eine Woche in Hamburg geblieben), Dieter und Gerriet Schulz, Georg und Karla Klotz mit ihren drei Kindern aus Leverkusen, Thomas Wludarczyk und Andreas Katinski aus Berlin, Kirsten Becker und ihre Mutter Hannelore aus Kiel, Lothar und Gisela Kembügler aus Soost, Jochen und Traudl Jackowski aus Lehrte, Gerd Lüllau und sieben Kollegen aus Lüneburg, Heinz und Inge Eder, Udo Heydorn, Peter Soltau, Wolfgang Bock, Günter Zoch, Wolfgang und Doris Scheidat, Karl-Heinz und Gunnila Petersen, Christian Zarm (brachte eine MP6 Baujahr 1946 mit), Jürgen und Ingrid Gerdau.
Wegen des wechselhaften Wetters war die Reihe der im Garten abgestellten Vespas leider dieses Mal kürzer als sonst, und so muss man es um so mehr anerkennen, dass Jürgen Schwarz mit seiner Königin trotz der Regengüsse den weiten Weg von Barmstedt nach Wilhelmsburg gewagt hat. Respekt!!
Manni und Bärbel hatten im Haus und Garten alles super vorbereitet und organisiert. Nachdem bereits am Morgen der heftige Wind die schützende Seitenplane von der überdachten Terrasse gerissen hatte, wurde kurzentschlossen umdisponiert. Das Buffet wurde ins Haus verlagert und die Bedienung erfolgte durch die geöffneten Fenster. Ein Partyzelt bot Schutz vor Wind und Regen, und in der offenen Garage hatten Heinz Eder und Udo Heydorn einen Teilemarktstand aufgebaut. Erweitert wurde das Angebot von der Internet-Firma Lions-Scooter, die sich dort präsentierte und von Dieter Schulz als gut sortiert und preiswert bezeichnet wurde.
Es herrschte von Anfang an eine gute Stimmung. Im Garten standen Grüppchen von fachsimpelnen Vespa-Freunden, auch die Nord-/Ostsee-Tour war bei vielen ein beliebtes Gesprächsthema. Wolle, der bewährte Grillmeister, hatte den Grill angeheizt, und auch die Vespa-Frauen hatten genug zu schnattern. Bewegung kam immer dann in die Gesellschaft, wenn sich die Schleusen im Himmel öffneten und die Gäste Sitzkissen und andere Utensilien zusammenrafften, um im Zelt Schutz vor dem Sturzregen zu suchen. Alle rückten eng und enger zusammen, keiner wusste mehr so recht, welches Glas zu wem gehörte (im Notfall immer das vollste Glas!), aber das konnte die fröhliche Stimmung nicht trüben, sondern sie nur noch mehr anheizen.
Irgendwann hörte es aufzuregnen, und das Interesse der Gäste konzentrierte sich jetzt auf die kulinarische Komponente des Treffens. Und da gab es so einiges! Wieder waren Salate und leckere Kuchen gespendet worden – und hier hatten Bärbel und Manni eine nette Idee: Alle Spender und Spenderinnen erhielten einen Essenbon! Am Grill von Wolle waren die ersten Bratwürste und marinierten Nackensteaks fertig gegrillt, und beim Fritiermeister Jens stieg einem der Duft von herrlichen Pommes Frites in die Nase, die der absolute Renner des Tages waren. Zeitweilig musste die Produktion eingestellt werden, weil die Leitung überlastet war. 7,5 Kilogramm wurden verzehrt! Da Manni und Bärbel alles zu sehr moderaten Preisen anboten, war es kein Wunder, dass folgende Mengen Hunger und Durst stillten: 5 Liter Rotwein, 5 Liter Rosé, 3 Kisten Bier, 3 Kisten Selter, 2 Kisten Cola/Spezi, 56 Nackensteaks, 2 kg Putenfleisch, 40 Bratwürste, und von den Salaten und Kuchen war auch nicht mehr viel übrig. Tatkräftige Hilfe hatten Bärbel und Manni von Jörg und seiner Frau Sabine und deren Kinder Jessica und Alex aus der Nachbarschaft und ihrer Freundin Hannelore.
Am Nachmittag erschien Federico mit seiner Guitarre, ein guter Freund von Manni und Bärbel, und sang populäre Lieder auf Italienisch, Französisch, Griechisch und Deutsch, die alle zum Mitsingen und Mitklatschen animierten. Man durfte sich auch Songs wünschen, und so erklangen „Azzurro, Volare, Marina“ usw. in Wilhelmsburg, aber gefühlsmäßig war man in Bella Italia. Angefeuert durch die Rhythmen, ließ sich Karl-Heinz zu einem Solotanz hinreißen, bei dem er allerdings standhaft stehen blieb und dafür ausdrucksstark seinen Körper und seine Arme bewegte, was seine schwedische Frau Gunnila zu dem Kommentar bewog: „Er schüttelt seinen Körper – alle Teile!“ Das Gelächter und der Beifall für die Darbietung waren groß, so dass sich Karl-Heinz die Gastgeberin als Partnerin holte und nun erst richtig loslegte. Bärbel folgte mutig und geschickt seiner eigenwilligen Choreographie, die einer Mischung aus Standard-/Volkstanz und klassischem Ballett gleichkam. Bemerkenswert dabei war, wie hoch Karl-Heinz seine langen Beine schwingen konnte. Noch bizzarer wurde es dann, als Bärbel sich Jürgen Gerdau zum Tanzpartner wählte, der gleich mit ihr in wildem Galopp die Auffahrt hinauf- und hinunterstürmte und sie bei einer im wahrsten Sinne waghalsigen Tanzpose im Würgegriff hatte. Alle haben sich köstlich amüsiert, zumal – was Jürgen nicht bewusst war – er die ganze Zeit seinen Rucksack auf dem Rücken trug.
Als der Abend dämmerte, wurde es romantisch. Die elektrische Beleuchtung wurde ausgeschaltet und Laternen mit brennenden Kerzen wurden auf die Tische gestellt. Federico stimmte „O, sole mio“ an, und alle sangen hingebungsvoll mit – wenn es sich wegen des italienischen Textes auch nur auf „O, sole mio und la, la, la“ beschränkte. Als Federico dann aber die Capri-Fischer zu singen begann, konnten die Oldies laut und textsicher mitsingen, und Federico bekam für seine gekonnte, sehr schöne musikalische Darbietung den verdienten Beifall. Nach und nach machten sich die meisten Gäste auf den Heimweg und ein schöner Tag ging stimmungsvoll zu Ende.
Nach einem gemeinsamen Frühstück mit den über Nacht gebliebenen Vespa-Freunden startete man mit 13 Personen auf sieben Rollern und in zwei Autos zu einer 40 km langen, anderthalb Stunden dauernden Ausfahrt in den Süden Hamburgs, und das bei etwas besserem Wetter als am Vortage. Bärbel und Manni versicherten, dass ihnen das Treffen trotz der vielen Vorbereitungsarbeiten Spaß gemacht hätte und sie das nächste Treffen bereits jetzt für den 4./5. September 2010 an selber Stelle ankündigen.
Text: Ingrid Gerdau
Fotos: Kirsten Becker























