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Wochenendausfahrt der Vespa-Veteranen-Freunde

am 7./8. Juli 2007 nach Krummbek

 

 

Krummbek, ein kleiner Ort in der Probstei, nur wenige Kilometer von der Ostsee entfernt, war das Ziel unserer diesjährigen Wochenendausfahrt, die von Heinz Eder mit tatkräftiger Unterstützung von Dieter und Gerriet Schulz sehr gut und umsichtig vorbereitet worden war.

 

Der Parkplatz von Möbel-Kraft in Bad Segeberg war allgemeiner Treffpunkt, und da sich unsere Hoffnung auf gutes, beständiges Wetter nicht erfüllte, hatten unsere Rollerfahrer bis dahin schon einige kräftige Regerschauer über sich ergehen lassen müssen. Ein Ausfall war auch schon zu beklagen. Kurz vor Grande, wo sich Udo Nehls, Herbert Schwarz und Jürgen Gerdau zur gemeinsamen Weiterfahrt nach Bad Segeberg verabredet hatten, streikte der Roller von Herbert  und konnte auch so schnell nicht repariert werden. Es gelang ihnen, den Roller bei hilfsbereiten Leuten in Grande unterzustellen; Herbert  fuhr bis zum Treffpunkt als Sozius auf Jürgens Roller und konnte dann den Rest der Tour bis Krummbek in seinem Volvo fortsetzen, mit dem seine Frau Brigitte, Uschi Nehls und Ingrid Gerdau zum Treffpunkt gefahren waren. Dieses Missgeschick und das miese Wetter konnten die gute Stimmung nicht trüben, und unter der Führung von Heinz Eder fuhren Manfred Meier, Ilse Fischer, Heinz Dettmer, Gabi und Karsten Diedrichs, Udo Nehls, Jürgen Gerdau, Michael Funk, Jürgen Schwarz, Manfred und Ursula Golz mit ihren Rollern und der Volvo mit Brigitte, Uschi und Ingrid über Preetz und Plön durch  die landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Holsteinische Schweiz bis zu unserem Etappenziel Schellhorn, wo Gerriet und Dieter ihr Wohnmobil abgestellt hatten und uns mit warmen und kalten Getränken sowie Rot- und Weisswein – ganz nach Wunsch – versorgten.
Egon Petersen aus Preetz überraschte uns mit  besonders delikat belegten Brötchen, die reißenden Absatz fanden; übrig blieben nur ein paar dekorative Petersilienstängel! Ein plötzlicher Wolkenbruch ließ uns unter das Vordach vom Wohnmobil  flüchten, wo trotz Drängelei auf Tuchfühlung nicht genug Platz war. Dieter und Gerriet teilten schnell Schirme aus, und wer dann immer noch dem Regen ausgeliefert war, fand Schutz unter einer großen Eiche. Das Regenzeug, das die Rollerfahrer ausgezogen und über die Roller gelegt hatten, war nun noch nasser geworden, und Udo Nehls sorgte für Heiterkeit, weil er seinen Helm so abgelegt hatte, dass sich reichlich Regenwasser darin gesammelt hatte. Mit einem Handtuch von Gerriet wurde der Helm ausgewischt und war wieder einsatzbereit.

 

Gerd und Jutta Möller, die direkt nach Schellhorn gefahren waren, schlossen sich dem Tross an, und unter der ortskundigen Führung von Egon ging es weiter nach Krummbek,  wo alle trotz wiederholter Schauer sicher und ohne Pannen planmäßig eintrafen und hier Günter Zoch, Inge Eder und Maren, die Freundin von Jürgen Schwarz, begrüßten, die mit dem Auto direkt dorthin gefahren waren.

 

„Witt’s Gasthof“, in dem Heinz Eder Zimmer gebucht hatte, erwies sich als sehr gut ausgewählt, denn es waren nicht nur alle zufrieden mit ihren Zimmern, sondern auch für Dieters Wohnmobil fand sich ein guter Stellplatz hinter dem Hotel, und für die Roller hatte man eine großräumige Garage zur Verfügung gestellt.

 

Nach einer kleinen Pause zum Frischmachen fand man sich um 15.00 Uhr  vor dem Gasthof wieder zusammen, um eine Ausfahrt rund um den Selenter See zu starten bis zu einem Hof-Café in Passade (rund 25 km), das Inge Eder ausgesucht hatte, und in dem wir dank einer großen Himbeer-Plantage unter mehreren Variationen von „himmlischen“ Himbeertorten wählen konnten. Zurück ging es 6 km auf direktem Weg nach Krummbek, wo erst einmal die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt wurden und man etwas Zeit zum Ausruhen hatte.

 

Ausgeruht und feingemacht traf man sich um 19.00 Uhr in einem separaten Saal des Gasthofs zum gemeinsamen Abendessen à la carte und anschließendem gemütlichen Beisammensein, wo erzählt, gefachsimpelt und viel gelacht wurde, was den Geräuschpegel erheblich ansteigen ließ. Je später es wurde, je leerer wurde es im Saal, doch wer auf eine ruhige Nacht gehofft hatte, wurde enttäuscht. Eine Hochzeitsgesellschaft, die in einem Partyzelt hinter dem Gasthof feierte, war dank eines DJs in Hochform, und als der um zwei Uhr nachts rief:
„Habt Ihr noch Lust?!!!“, und die Partygäste gröhlten: „Jaaaaa!!“, war klar, dass man so bald nicht in den Schlaf  kommen würde. Nur die Veteranenfreunde, die genügend geistige Getränke zu sich genommen hatten, schliefen die ersten Stunden der Nacht, wurden aber am sehr frühen Morgen vom Song „In einem Taxi nach Paris“ wach, denn das Spektakel ging bis morgens um halb sechs!!

 

Mehr oder minder ausgeruht  erschienen nach und nach die Vespa-Freunde im Frühstückszimmer, in dem ein großartiges Buffet aufgebaut war, das wohl kaum Wünsche offen ließ und für die entgangene Nachtruhe entschädigte. Für den Vormittag war eine Tour an die nahe Ostsee nach Schönberg vorgesehen, und als alle gepackt hatten, traf man sich auf dem Parkplatz hinter dem Hotel und nutzte die Zeit zu Klönschnacks mit dem liebsten Thema „VESPA“, bevor es losgehen sollte. Prompt goss es in Strömen, so dass die Roller schnell wieder in die Garage gestellt wurden, bis es sich etwas aufklarte und man starten konnte. Doch sehr weit kam die Truppe nicht. An Udos Roller hakte das Schaltseil aus, und so wurde an einer Bushaltestelle eine Zwangspause eingelegt. Der Fahrplan wies aus, dass der nächste Bus erst in einer Stunde kommen würde, so war möglicher Ärger ausgeschlossen. Bei so vielen  kompetenten Schraubern war die Reparatur schnell ausgeführt, doch inzwischen war aufgefallen, dass Manfred, Ilse und Gabi fehlten. Egon fuhr zwar zum Gasthof zurück, traf aber niemanden mehr an. Gerd Möller klärte per Handy die Situation und erfuhr, dass Manfreds Roller nicht angesprungen war. Gabi, die schon auf der Tour um den Selenter See als Letzte fürsorglich hinter Jürgen Gerdau hergefahren war und so quasi ein „betreutes Fahren“ praktizierte, war wieder einmal hilfsbereit zurückgeblieben. Glücklicherweise waren Dieter und Gerriet noch nicht losgefahren, und so überließ Dieter seinen Roller Manfred zur Weiterfahrt, und Ilse wurde von Dieter und Gerriet im Wohnmobil mitgenommen. Auf der Fahrt an die Ostsee freuten sich viele Sonntagspaziergänger über die Kolonne der schönen Vespas und winkten den  Fahrern begeistert zu.

 

In Schönberg genossen wir von der Deichpromenade einen schönen Blick auf das Ostsee-Panorama und einige trotz des opulenten Frühstücks ein leckeres Fischbrötchen, dem sie einfach nicht widerstehen konnten! Weiter ging es unter Egons Führung zur Howachter Bucht, und wir waren alle froh, als Gabi, Gerriet und Dieter und Manfred auftauchten. Endlich schien auch die Sonne etwas länger, und wir alle genossen einen schönen Spaziergang  entlang der Bucht. Damit endete der gemeinsame Teil unserer Wochenendausfahrt. Einige fuhren von dort direkt nach Hause, und der Rest der Truppe dezimierte sich nach und nach, indem die Teilnehmer mit einem Hupen zum Abschied  irgendwo abbogen. Beim nächsten Stammtisch erfuhr man, dass alle heil und ohne weitere Panne heimgekehrt waren.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die zum Gelingen dieses – trotz des Wetters – sehr schönen und erlebnisreichen Wochenendes beigetragen haben

Text: Ingrid Gerdau

Fotos: Ingrid Gerdau & Gerd Möller

 

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